Digitalisierung in der Montessoripädagogik

Teilhabe an technischem Fortschritt und Bezug zur aktuellen Lebensrealität war Maria Montessori immer wichtig. Der Einsatz digitaler Technik ist ein potentes Mittel, die sogenannten 21st Century Skills wie selbständiges Handeln und kritisches Denken einzuüben. Im Vorteil ist heute, wer Verbindungen herstellen kann, „um die Ecke denkt“, Absichten erkennt, sich mit Informationen versorgen kann und in Netzwerken agiert. Nachfolgende Generationen sollten auf eine Welt, die Informationen transportiert und Vernetzung ermöglicht, vorbereitet sein, sie sollten Zielsetzungen von Nachrichten durchschauen. Medienbildung bedeutet auch und vor allem, den Blick hinter die Kulissen einzuüben. Da die Strategien in der digitalen Welt nicht anders funktionieren als in der analogen, können wir das auch in der realen Welt üben – in jeder Versammlung oder auf dem Pausenhof. Darüber hinaus geht es in Digitalisierungsprozessen an Schulen jedoch darum, Kernkompetenzen wie das Programmieren oder das Gestalten einer Homepage zu erwerben, die Vorteile der digitalen Technik, z.B. beim Erlernen einer Fremdsprache, gezielt zu nutzen. Kinder lernen den verantwortungsvollen Umgang nicht, indem wir sie fernhalten. Begleitete Zugänge scheinen uns gerade in dem Bereich besonders wichtig, vor allem ja auch, weil es ein gemeinsamer Lernprozess ist und wir immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen werden. Medienkompetenz ist fest verankert in den Rahmenlehrplänen der Länder, und das nicht erst, seitdem alle über Digitalisierung von Schule reden.

Aktuell können wir bei Fragen zum Diskussionsstand in Bezug auf Digitalisierung an Grundschulen, dem Austauschen von Erfahrungen in der Nutzung digitaler Optionen und der Vermittlung von Expert*innen helfen. Konkrete Praxisbeispiele liefern wir gern mit.

Kontakt: Jana Reiche